Feuerwehrabteilung Meßstetten

Aktuelle Übungstätigkeiten

Datum:

21.10.2017

Übungsart:

Großübung Abschnitt West

Einsatzstelle:

Meßstetten Rathaus 

Kurzbericht:


Übungsalarm Rathaus Meßstetten, Hauptstraße 9 

Übungsannahme:

Brand meherer PKW in der Tiefgarage, Rauchausbreitung auf das Rathaus,

mehrer Verletzte und eingeschlossene Personen

Zeit:

16:15 Uhr

teilnehmende Einheiten:

Abteilung Meßstetten, Abteilung Oberdigisheim, Abteilung Tieringen, Abteilung Hossingen, Führungsgruppe, DRK Bereitschaft Meßstetten + Tieringen Hausen, Polizeiposten Meßstetten

Einsatzleiter: 

Matthias Schwarz, Holger Hermann 

Dauer der Übung:

90 Minuten 


Bilder / Videos von der Übung


Pressebericht:

Meßstetten. Dichter Rauch quoll am Samstagnachmittag aus der Tiefgarage des Meßstetter Rathauses, als mehrere Pkws gebrannt haben. Dabei gab es eine starke Brand- und Hitzentwicklung und ein Verrauchen des Treppenhauses. Im Rathaus und in der Tiefgarage wurden 15 Personen vermisst, die von Atemschutzgeräteträgern gesucht und gerettet werden mussten. Zwei Personen, die den Bürgermeister Frank Schroft und die Vorzimmerdame Nadine Geiger mimten, haben sich durch ein Fenster auf das gläserne Vordach gerettet, von wo sie mit der großen Drehleiter der Feuerwehr geholt und dem DRK übergeben worden sind. Zur Unterstützung der mit allen verfügbaren Fahrzeugen angerückten Meßstetter Feuerwehr kamen die Abteilungen aus Hossingen, Tieringen und Oberdigisheim die sich um die Menschenrettung, sowie der Wasserentnahme aus den umliegenden Hydranten kümmerten. Die Polizei sicherte die Ebinger- und Hauptstraße ab und hat den Verkehr umgeleitet. Die vermissten Personen sind nach und nach gefunden worden und zur Erstversorgung an die DRK-Sanitäter, Helferinnen und Helfer übergeben worden. Dazu war ein Sammelplatz zwischen Zeugengasse und Rathaus eingerichtet worden. Nach der Personenrettung und der erfolgreichen Brandbekämpfung haben Atemschutzgeräteträger und Pressluftatmer den Sicherheitstrupp bei der Belüftung der Tiefgarage durch Großlüfter unterstützt. Nach rund 20 Minuten kam die Meldung „Feuer aus“ und somit war die Tiefgarage Rauchfrei und konnte wieder betreten werden. Da sich unterhalb der Tiefgarage ein Bunker mit technischen Einrichtungen und humanitären Mitteln befindet wurde die Belüftung durch den Bunkereingang hinter dem Rathaus vorgenommen. Davon haben sich dann Bürgermeister Frank Schroft, die Ortsvorsteher und Gemeinderäte, die schon die ganze Großübung mit hohem Interesse verfolgt hatten, bei einem Besichtigungsgang selbst überzeugt. Zahlreiche Zuschauer haben diese spektakuläre Großübung der Feuerwehren, DRK und Polizei hautnah mit verfolgt und applaudierten ihnen am Ende dafür.

Zur Nachbesprechung und dem wohlverdienten Vesper versammelten sich die Einsatzkräfte im Feuerwehrmagazin. In Vertretung von Bürgermeister Frank Schroft zeigte sich Elke Beuttler stark beeindruckt und meinte, es sei ein großes Ereignis gewesen die Brandbekämpfung, sowie Menschenrettung aus der Tiefgarage mit verfolgen zu können. Die geglückte Rettung der zwei Personen vom Glasdach sei ebenso atemberaubend gewesen und sie wäre gespannt, ob dies auch an einem Freitagabend, wenn der gesamte Gemeinderat bei einer Sitzung über das Glasdach gerettet werden müsste, klappen würde. Den Einsatzkräften sprach sie ihr volles Lob aus, denn es bedürfe schon einem besonderen Einsatz um solche Situationen in den Griff zu bekommen.

Stadtbrandmeister und Gesamtkommandant Matthias Schwarz zeigte sich mit dem Übungsverlauf recht zufrieden. Die Leistung habe gestimmt. Ein Kfz-Brand sei zwar nichts ausgewöhnliches, aber in einer Tiefgarage, wo dann gleich mehrere Fahrzeuge brennen, sei es schon etwas Besonderes. Da gelte es schnell vor Ort zu sein um helfend und schützend eingreifen zu können. Die Meßstetter Feuerwehr sei schneller gewesen als die Polizei erlaubt und konnte deshalb die sich in den Fahrzeugen befindenden Personen retten. Es sei ein großes Glück, wenn alle verletzten Personen und auch die Rettungskräfte dieses Szenario unbeschadet überstehen. Matthias Schwarz zollte allen die im Einsatz waren hohes Lob und schloss darin auch die Mitglieder von der Führungsgruppe Großer Heuberg, die alles minutiös protokolliert hat, mit ein.

Der Kommandant der Meßstetter Feuerwehr, Holger Hermann resümierte, dass 91 Einsatzkräfte teilgenommen haben und 15 Personen gerettet worden sind. Die Wasserversorgung klappte mit den relativ kurzen Wegen gut und fünf Atemschutztrupps begaben sich auf die in dem dichten Rauch nicht einfache Personensuche und Brandbekämpfung. Die Atemschutzüber-wachung sei überlebenswichtig um keine bösen Folgen zu haben. Insgesamt sei es eine gelungene Übung gewesen.

Bereitschaftsleiter Jörg Löffler vom DRK Meßstetten bedankte sich bei den zahlreichen DRK-Helfern, unter denen sich auch zwei Schnelleinsatzgruppen befanden, für ihre Mitarbeit. Anfänglich sei es nicht ganz reibungslos verlaufen, doch dann habe sich alles in geordneten Bahnen eingespielt.

Harald Fritz vom Polizeiposten Meßstetten gab zu verstehen, dass in einem Ernstfall nicht die Absperrung der Straßen im Vordergrund liegen, sondern dass die Polizei gleich mit am Brandort ist um die Ermittlungen zu führen und die Betroffenen nach den Umständen zu befragen. Dabei stehe die Polizei auch im Kontakt mit den Verantwortlichen von der Feuerwehr. Der Brand sollte möglichst schnell in den Griff bekommen werden und die Brandstelle wird von der Polizei in Beschlag genommen um die Ursachen zu ermitteln. 

                             Text und Foto: Werner Lissy